Standort und Ausrichtung

Sonne in Deutschland

Als Sonnenscheindauer wird die tatsächliche Dauer der direkten Sonneneinstrahlung an einem bestimmten Ort innerhalb eines definierten Zeitraumes bezeichnet (ohne Behinderung durch Wolken, Smog u. a.). Regelmäßig gemessen und über bestimmte Zeiträume summiert, kann so die Sonnenscheindauer für verschiedene Standorte bestimmt werden. Durchschnittlich liegt die jährliche Sonnenscheindauer je nach Ort zwischen 1.300 und 1.900 Stunden. Die Energie, die dabei auf die Erde einstrahlt, beträgt in Deutschland zwischen 1.000 und 1.400 kWh pro m². Zum Vergleich: Im Süden Italiens oder in Griechenland ergeben sich Werte von über 1.500 kWh pro m² und in Nord-Afrika oder im Nahen Osten sogar über 2.000 kWh pro m².

Regionale Verteilung

Regelmäßig belegen Orte in Bayern und Baden-Württemberg sowie an der Ostseeküste die vordersten Plätze bei den meisten Sonnenstunden in Deutschland. Schlusslichter sind meist Orte in der Mitte Deutschlands, da sich dort häufiger Wolkenfelder an den Mittelgebirgen stauen und so die direkte Sonneneinstrahlung vermindern. Wie geeignet Ihr Standort ist, können Sie anhand nebenstehender Karte ablesen. Photovoltaik funktioniert aber nicht nur im sonnigeren Süden, moderne Anlagen rechnen sich auch in nördlichen Breiten. Nicht nur, weil die Sommertage dort länger sind, sondern auch, weil die Solarmodule durch mehr Wind besser gekühlt werden. Als Faustregel gilt: Je kühler die Komponenten, desto höher die Leistung und damit der Ertrag!

Ausrichtung der Solaranlage

Der Ertrag eines Solarmoduls hängt unter anderem von dem Neigungswinkel und der Ausrichtung ab. Welcher Neigungswinkel für eine Solaranlage optimal ist, hängt von der Anwendung und dem Standort ab. In Deutschland wird bei fest installierten Modulen der maximale Jahresertrag erzielt, wenn diese in einem Winkel von 30 Grad direkt gen Süden ausgerichtet sind. Bei Freiflächenanlagen oder Solarparks kommen nachgeführte Module zum Einsatz. Diese folgen automatisch dem Lauf der Sonne und sorgen dadurch für eine konstant optimale Ausrichtung der PV-Module. Zweiachsige Systeme schaffen so einen Mehrertrag von bis zu 27 %.

Einstrahlungsdiagramm

Das Einstrahlungsdiagramm zeigt die durchschnittliche jährliche Sonneneinstrahlung bei verschiedenen Neigungswinkeln und Orientierungen, ausgedrückt in Prozent der maximalen Einstrahlung. Bei einer Ausrichtung zwischen Südost und Südwest beträgt die jährliche Sonneneinstrahlung rund 95 % der maximalen Einstrahlung. Zeigt das Dach nach Osten oder Westen, können mit einer Dachschräge von 20 Grad immer noch 80 bis 85 % des Maximalwerts erzielt werden.

Verschattung

Damit die Photovoltaikanlage möglichst viel Strom produziert, benötigt sie eine maximale Menge an Licht. Nachbargebäude, Schornsteine oder Bäume sollten die Anlage daher nicht beschatten. Aufgrund der Verschaltung der Module kann die Verschattung eines kleinen Teils eines Moduls die Leistung der ganzen Anlage deutlich reduzieren. Deshalb sind auch kleinere Schatten, z. B. durch Zweige, zu vermeiden. Bei einer Flachdachaufständerung ist, wie bei einer Freilandanlage, weiterhin zu berücksichtigen, dass hintereinander aufgestellte Modulreihen bei tief stehender Sonne lange Schatten werfen, was durch ausreichend Abstand zwischen den einzelnen Reihen verhindert werden kann.

Nutzen Sie die Möglichkeit unseres Händlerportals, um sich tagesaktuell über unsere Angebote und Preise zu informieren.

Registrieren
E-Mail: 
Passwort: 

Leistungsrechner

Die Europäische Kommission bietet einen Leistungsrechner an, der mithilfe der geografischen Standortdaten und der Anlagendetails eine detaillierte Auswertung bietet.

Zum Leistungsrechner

Seite drucken
lokavis energietechnik GmbH & Co. KG * Landshuter Straße 51 * 84307 Eggenfelden * Tel. 08721 78166-0
 Startseite · Kontakt · Impressum · AGB